Das Konzept von RE:TREAT Vienna

Photo: Unsplash

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Sobald ich gemerkt hatte, dass die Idee, einen Rückzugsort für alle und jeden mitten in der Großstadt schaffen mich nicht mehr loslässt, war mir klar: Dieses Projekt kann nur dann funktionieren, wenn das dahinterstehende Konzept Hand und Fuß hat. Es braucht einen roten Faden, eine klare Struktur und eine deutliche Positionierung, noch bevor man sich Gedanken über die geeignete Location, das perfekte Logo oder das dazu passende Team machen kann. 

Ich begann also, Inspiration zu sammeln, Details zu notieren und mit ausgewählten Personen auszutauschen. Da ein solches Projekt davon nur profitieren kann, wenn mehrere, unterschiedliche Sichtweisen und Meinungen es beeinflussen, habe ich mich auch nicht davor gescheut, um Hilfe zu bitten - sei es ein Steuerberater, offizielle Einrichtungen der Stadt Wien oder die Branding-Expertin meines Vertrauens. Auch, wenn es anfangs vielleicht Einiges an Überwindung kosten kann, offen über seine Träume und Pläne zu sprechen - das Feedback, das man erhält, ist in jedem Fall wertvoll, und positive Reaktionen motivieren einen dabei ungemein, die Idee weiter zu verfolgen. Nur so gelang es mir,  das Konzept von RE:TREAT zu definieren und festzulegen.

RE:TREAT denkt Yoga und Meditation neu: Modern, aber mit Tiefgang. Theoretisch fundiert, jedoch neu interpretiert. RE:TREAT ermuntert einen dazu, außerhalb der Box denken, frei von altbekannten Systemen und Prozessen. Hier zählt der individuelle Zugang, nicht die Massenabwicklung. So entsteht ein Raum, der Yoga für alle bietet - ohne blindem Fokus auf Akrobatik, dafür aber mit besonderer Rücksicht auf die eigene körperliche Geschichte.

Selbstverständlich fließen meine eigenen Erfahrungen und mein Background in Kunst und Kultur in die einzelnen Stunden hinein - so sind Einflüsse von Tanz, Musik und Philosophie sofort erkennbar. Ebenso deutlich ist der für mich wichtige Fokus auf die Verbindung moderner Zugänge und traditioneller Ansätze: Bei RE:TREAT findet man Meditation für alle Sinne - mit Sound, Visuals und Gerüchen -  genauso wie mit Atembeobachtung oder Gehmeditation. Yoga wird auch mal ohne Matten in fließenden Bewegungen praktiziert, genauso wie  klassische Yogastunden mit Klangschalen abgehalten werden.

Besonders inspiriert haben mich hier Einrichtungen wie das Woom Center in New York, welches multisensorische Yoga- und Meditationsstunden anbietet, oder Unplug Meditation in Los Angeles, eines der ersten "Walk-in"-Studios weltweit. Ebenso haben mich Bewegungen wie Folk Rebellion oder Holstee mit ihren Ansichten zu Mindfulness und Real Living angesteckt und mich so noch mehr darin bestärkt, diese Gedanken auch nach Wien zu bringen und hier vor Ort mit so vielen Menschen wie möglich zu teilen.

Nächsten Monat ist es nun endlich soweit - und darauf freue ich mich ganz unglaublich!